Architektur muss dem Gebrauch derer gerecht werden die sie beleben, aber beginnt dort, wo sie über den Sehsinn hinaus in Erscheinung tritt.
Ein Raum wird nicht nur gesehen, sondern mit dem ganzen Körper erlebt. Licht und Schatten, Klang und Stille, Geruch, Temperatur und die Berührung unterschiedlicher Materialoberflächen verbinden uns mit dem Ort. Wir nehmen Raum mit Schritten, Atemzügen, Nähe und Distanz wahr.
Atmosphäre entsteht wenn Materialien im Zusammenspiel ihrer jeweils eigenen Präsenz miteinander in Beziehung treten. Ihre Fügung, ihre Proportion und ihre haptische Dimension machen körperlich erfahrbar, wie sich ein Raum anfühlt. Handwerk und Detail sind somit nicht nur technische Disziplinen, sondern entscheidend für die ästhetische, emotionale und semantische Leistung von Gebäuden.
Architektur ist nicht nur das, was sie zeigt, sondern das, was sie auslöst. Sie kann Geborgenheit oder Fremdheit, Ruhe oder Spannung, Intimität oder Weite erzeugen. Erinnerung und Vorstellung verbinden sich mit dem sinnlich Erlebten.
Der wahre Kern des architektonischen Schaffens zeigt sich somit im Gebauten. Architektur ist dann gelungen, wenn man sie körperlich erlebt und atmosphärisch erinnert. Ein guter Raum muss deshalb nicht laut sein. Er darf wirken, bevor wir ihn verstehen.
Innerhalb dieses Spannungsfeldes bemühen wir uns, Erfahrungen zu schaffen, die emotionale Präsenz mit sich bringen und die Menschen dazu ermutigen, innezuhalten und eine Welt zu überdenken, die so oft mit virtuellen Bildern gesättigt ist und mit Gleichgültigkeit an ihnen vorbeigeht.
Im Stil einer Manufaktur schöpfen wir aus Gewöhnlichem aber denken visionär, gehen gerne neue Wege, geben konzentriert in kleinen Teams unser Bestes und schaffen handwerklich individuell. Transdisziplinär pflegen wir selbstverständlich eine der jeweiligen Aufgabenstellung entsprechende, kollaborative Projektentwicklung und arbeiten im Netzwerk mit Kolleg:innen und Akteur:innen aus hybriden Disziplinen.

| 1994 | Handwerksausbildung |
| 1998 | Handwerksstipendium in Italien |
| 1999 | Zivildienst in einer Klosterschreinerei |
| 2000 | pädagogisch/psychologisches Studium mit Praxisjahr in Chicago |
| 2001 | Mitbegründung der Stiftung Leben und Arbeit |
| 2002 | Architekturstudium an der HfT Stuttgart |
| 2006 | Mitarbeit bei Bernd Zimmermann Architekten, Ludwigsburg |
| 2008 | Masterstudium an der ETH Zürich |
| 2010 | Projektleitung bei Buchner Bründler Architekten, Basel |
| 2017 | selbständige Tätigkeit |
| seit 2019 | diverse Lehraufträge in Entwurf und Konstruktion |