Wohnhaus Weissach

Die Ausgangslage bietet ein gut geplantes und an schönster Lage am Hang erbautes Einfamilienhaus. Ein Nutzerwechsel veranlasste eine intensive Begutachtung des in die Jahre gekommenen Bauwerks. Eine sorgfältige Prüfung klärte die Interventionsmassnahmen - welche Arbeiten zwingend notwendig, wo Anpassungen zeitgemäss sind und welche Bauteile auf Grund der Substanz unberührt bleiben sollen.
Die aus der Zeit heraus etwas kleingliedrig organisierte Grundrissstruktur wurde aufgebrochen. Küche, Esszimmer und Wohnraum wurden neu als zusammengehängtes Raumgefüge organisiert. Der Küchenschrank bietet dabei eine umlaufbare, kernähnliche Raumskulptur, welche zwischen den Räumen vermittelt und einen neuen Eingangsbereich formuliert.
Die Vorliebe der Bauherrin zum Kochen sowie der Wunsch, Gäste empfangen und Feiern zu können, boten Anlass zu einem Raumkonzept mit zentralem Küchentisch. In Gemeinschaft kann von allen Seiten gekocht und probiert werden. Die Stirnseite bietet Platz zur Präsentation des Gekochten oder einfach für einen Apéro.
Das Bad wurde innenräumlich soweit umstrukturiert, dass eine altersgerechte Duschzone ermöglicht werden konnte. Um vor Einblicken geschützt zu sein, war die Gestaltung eines ornamentalen Fensterglases Teil des Entwurfskonzeptes. Bei der Formfindung wurden historische Badewelten studiert und interpretiert.
Kennzeichnend im Bestand war der Bezug zum Ort in Form von besonders ausformulierten Fenstern, gefertigt von Schreinerhand. Auf Grund ihres maroden Zustandes boten sie Anlass zur Neuplanung. Zwei grossformatige Verglasungen verorten das Raumkonzept, indem die Aussenräume vom Berg bis zum Tal erlebbar werden. Das Talfenster wurde durch eine Sitzgelegenheit ergänzt.
Zur neuen Adressbildung wurde der Zugang neu ausformuliert. Ein Zwischenraum schafft einen überdachten Übergang zwischen Innen und Aussen. Ein ornamentaler Fassadenabschluss wertet das Gebäude nach Aussen hin auf und filtert die Einblicke nach Innen.
Bilder: Daniel Ebertshäuser, Marina Gärtner













