Wohnsiedlung Thun

Das Projektgebiet liegt im Wohnquartier Bostudenzeil in Thun. Die bestehende Bebauung, charakterisiert durch versetzt angeordnete Baukörper und offene Freiräume, bietet eine besondere räumliche Qualität, die es zu bewahren galt. Der Entwurf setzt auf eine behutsame Fortführung der ortstypischen Elemente: Die neuen Baukörper werden so platziert, dass sie die vorhandenen Freiräume aufgreifen und weiterentwickeln.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Durchlässigkeit des Gebiets. Die neuen Gebäude öffnen sich bewusst zu den Nachbarparzellen und schaffen fliessende Übergänge zwischen privatem und öffentlichem Raum. So entstehen durchgängige Wege und Plätze, die das Quartier auf natürliche Weise miteinander verbinden. Dies über das Strassenenetz hinweg, welches reduziert und in Grünraum überformt werden soll.
Das architektonische Konzept setzt auf eine volumetrische Staffelung, die sich an der bestehenden Bebauung orientiert. Die Langhäuser und Punktbauten greifen die vorhandene Massstäblichkeit auf und fügen sich nahtlos in das bestehende Gefüge ein. Diese Anordnung ermöglicht es trotz der geforderten Verdichtung, grosszügige, zusammenhängende Grünflächen zu erhalten und neue, gut nutzbare Aussenbereiche zu schaffen.
Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle in der Planung. Die neue Siedlung ist autofrei, und das Mobilitätskonzept fördert den Fuss- und Radverkehr. Die Gebäude selbst sind so konzipiert, dass sie durch eine reduzierte Anzahl an Stellplätzen und die Förderung gemeinschaftlicher Mobilitätsangebote einen Beitrag zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks leisten.
Die verschiedenen Wohnungstypen, die von kleinen Studios bis zu grossen Familienwohnungen reichen, bieten ein breites Spektrum an Wohnmöglichkeiten und schaffen Raum für eine vielfältige Bewohnerstruktur. Gemeinschaftlich genutzte Grünflächen und Begegnungszonen fördern das soziale Miteinander und tragen zur Identität des Quartiers bei.
eingeladener Wettbewerb
mit werk.ARCHITEKTEN, Riggenbach Landschaftsarchitektur und Timbatec
Visualisierungen: studio blomen, Daniel Ebertshäuser



















